Ruhetage am Mekong

02.11.2016 Fahrt auf dem Mekong von Pakbeng nach Luang Prabang  7,2 km und 27 Hm

Nach dem Frühstück in einer Bäckerei packten wir unsere 7-Sachen aufs Rad und machten uns auf zum Anlegesteg am Mekongufer.


Verladen der Räder

Unsere Räder wurden auf das Schiffsdach gelegt und mit ein paar Schnüren festgebunden. Die Taschen wurden unter verschiedenen Sitzen verstaut. Dann nahmen wir Platz auf dem Slowboot. Mit uns war eine bunte internationale Mischung von ca. 100 Personen an Bord, die sich im Notfall mit etwa 10 Schwimmwesten begnügen müssten.


Abfahrt von Pakbeng

Um 9:15 legte das Boot  ab und es folgte eine 7 ½ stündige Reise auf dem Mekong. Mal dichter Urwald, mal kleine Hütten mit Kühen und Wasserbüffeln und ab und an eine Anlegestelle säumten die Strecke. Viele Sandbänke und Felsen sowie einige Strudel und Engstellen mussten umschifft werden. Die Fahrt verlief recht ruhig und wurde wenige Male an Siedlungen unterbrochen, um Leute und Waren aufzunehmen.


Robinsonfeeling

Circa 7 km vor Luang Prabang befand sich die Anlegestelle und über steile Treppen mussten die Räder und das Gepäck hochgetragen werden.


Mühsam mussten wir unser ganzes Geraffel hochtragen

Danach wurde aufgesattelt und mit der Abendsonne fuhren wir nach Luang Prabang, wo eine schmale Holzbrücke unsere Nerven nochmals strapazierte.

Unser Hotel war bald gefunden und zum Abendessen ging es zur Abwechslung in ein mexikanisches Restaurant mit erstklassiger Küche.


Abwechslung zu Nudeln und Reis


03.11.2016 und 04.11.2016  Ruhetage in Luang Prabang

Mit einem gemütlichen Frühstück am Seerosenteich unseres Hotels begannen unsere Ruhetage.

Danach besichtigten wir die bedeutendsten Tempel der Stadt und schlenderten durch die Märkte.


Nationalmuseum


Mekongfische


Frösche gefällig?


Bambusbrücke über den Khan


Ihr seht, es geht uns gut


Brücke für Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer. Für uns war es ein echter Horror, denn die Bretter hatten z.T. Zentimeter breite Fugen und schnabelten an den Enden.


Reiches Angebot. Für jeden ist etwas dabei.


Abends wir diese Straße für den Verkehr gesperrt und die Händler stellen ihre Stände auf.


Mönche bei ihrem morgendlichen Almosengang


Zusammenfluss des Khan in den Mekong


 
Am 4.11.2016 unternahmen wir mit dem Sammeltaxi noch einen Ausflug zum Tad Kuang Xi-Wasserfall und hatten so einen angenehmen und interessanten Tag.


In dichter Dschungellandschaft stürzt hier das Wasser des Kuang XI über große Kalkformationen mehr als 30 Meter in die Tiefe.


Auffangstation für asiatische Schwarzbären.


Minderheiten in ihrer Landestracht

Nach den beiden erholsamen Tagen folgen nun wieder einige recht anstrengende Bergetappen.

Zurück am Mekong 5. Reisebericht

 

30.10.2016 Nateuy – Oudomxay  79,5 km und 952 Hm

Bei kühlen 17°C und Nebel begann die heutige Etappe. In den ersten beiden Stunden kamen wir flott voran. Dann ging es über viele Kilometer bei allerdings gut fahrbarer Steigung zur 1101 m hohen Passhöhe. Wir durchfuhren viele sehr ärmliche Dörfer.

Die Menschen leben hier äußerst bescheiden und genügsam. In manchen Dörfern gab es überhaupt keine Einkaufsmöglichkeit und in den anderen nur das übliche. Links und rechts der Straße gibt es riesige Kautschukplantagen. Im Laufe des Vormittags lichtete sich der Nebel und gab den Blick frei auf die wunderschönen Berge von Nord Laos. Der Verkehr hielt sich sehr in Grenzen und die Straße war in gutem Zustand.

In jedem Dorf, das man durchfährt, freut man sich schon auf die „Sabaidee“ rufenden und winkenden Kinder. Die Menschen hier machen trotz ihrer Armut einen glücklichen und zufriedenen Eindruck.

Gegen 13:30 Uhr erreichten wir Oudomxay und schnell war ein Hotel gefunden. Den Nachmittag verbrachten wir, indem wir über den großen örtlichen Markt schlenderten und einige Leckereien probierten. Anhand der angebotenen Waren spiegelt sich die Nähe zu China wieder.

 

31.10.2016 Oudomxay – Muang Huon  92,5 km und 792 Hm

Der Start verlief wie in den letzten Tagen mit dichtem Nebel in der ersten Stunde und kühlen 17°C.


Nach 2 Stunden lichtet sich der Nebel und die Temperaturen steigen


Kinder auf dem Weg zur Schule

Unsere Route führte auf schmaler und ruhiger Straße entlang eines Flusses. Durch herrlichen Dschungel ging es bis auf 900 m Höhe.


Leider ist nur noch wenig vom Dschungel zu sehen

Später weitete sich das Tal und die ebenen Flächen wurden bewirtschaftet. Wieder durchfuhren wir viele sehr ursprüngliche Dörfer und wir genießen die Zurufe der Kinder, die aus den Häusern stürmen und uns zuwinken.


Webstuhl für Matten


Wo es möglich ist, wird Reis oder Bergmais angebaut


Reisernte

Leider wird in Laos viel Gelände an die Chinesen verpachtet, die dann den Urwald abholzen und dafür Palmöl-, Kautschuk- oder Bananenplantagen errichten.


Kautschukbaum wird angezapft

Viele Betriebe und Hotels sind fest in chinesischer Hand mit eigenem Personal. Inzwischen hat sich die Versorgungssituation verbessert. Das Angebot an gebratenen Nudeln, Tomaten, süßen Reisbällchen und Obst sorgt für wesentlich mehr Abwechslung auf dem Speiseplan. Und Baguette – das erste Brot seit der Heimat – konnten wir heute auf einem Markt kaufen.

 

01.11.2016  Muang Huon – Pakbeng (am Mekong) 52,8 km und 572 Hm

Auf staubigem und löchrigem Belag setzten wir heute unsere Tour Richtung Mekong fort. Wie gewohnt folgte jedem Anstieg sofort die entsprechende Abfahrt, sodass man keinen richtigen Rhythmus fand.


Ein ständiges Auf und Ab

Viele armselige Siedlungen mit vielen Kindern lagen auf unserem Weg. Für uns immer noch ein Schmunzeln wert sind die vielen Tiere, Hühner mit ihren Küken, große und kleine Schweine, Entenfamilien, Kühe mit Kälbern, Ziegen und faule Hunde, die sich alle mit uns auf der Straße tummeln.


Zur Freude der Kinder verschenkte Frieda Mandarinen


Zeitweise herrscht ein Sau-Verkehr

Riesige Bananenplantagen, für die der Urwald weichen musste, säumten unseren Weg. Erst als wir eine enge Schlucht erreichten und die Hänge steiler wurden, bot sich wieder eine grandiose Dschungellandschaft mit urwüchsigem Baumbestand. Chinesen bauten einen Stausee und betreiben ein Wasserkraftwerk.


Dschungel bis zum Straßenrand


Bootanlegestelle in Pakbeng

In Pakbeng fanden wir gleich ein GH mit Blick auf den Mekong.

Den Nachmittag verbringen wir mit Wäschewaschen, Räder putzen, Blog schreiben und relaxen auf schattiger Terrasse.

Somit haben wir den Rundkurs durch den Norden von Laos gut überstanden und freuen uns nun auf die morgige Schifffahrt auf dem Mekong nach Luang Prabang.

 

Reisebericht Nr. 4

26.10.2016 Chiang Saen -  Houayxay  76,8 km und 665 Hm

Zunächst ging es am Mekong entlang und die ersten 28 Kilometer waren fast eben.


Sonnenaufgang am Mekong mit drohenden Wolken


Er übt schon

Es folgte ein  längerer Anstieg mit mehreren bis 15% steilen Rampen. Die letzten Kilometer hinauf zur Passhöhe verliefen durch eine Baustelle, die sich über mehr als 20 Kilometer erstreckte. Zum Glück war es noch trocken. Immer wieder boten sich herrliche Blicke auf den Mekong und die wunderschöne grüne Berglandschaft mit Teeplantagen.


Passhöhe in Sicht; zum Glück regnete es noch nicht


Muntere Schweinefamilie


Abfahrt zum Mekong

Gegen 12 Uhr erreichten wir Chiang Khong, den letzten Ort vor der Grenze nach Laos, als es wieder zu regnen begann.


Jackfrucht konnten wir nach dem Mittagessen noch probieren


Im ganzen Land sieht man Bilder des Königs  oder des Königspaares. Seit seinem Tod sind überall Trauerbänder angebracht. Viele Leute tragen schwarze Kleidung oder tragen einen Trauerflor.


Thailändische Grenze

Wir machten 1 Stunde Mittagspause und fuhren, als der Regen wieder aufhörte,  weiter zur Grenze. Die Formalitäten auf der Thailändischen Seite waren schnell erledigt und für die ca. 3 Kilometer über den Mekong bis zur laotischen Grenze mussten wir mit unseren Rädern in einen Bus einsteigen. Bei Ankunft an der laotischen Grenze füllten wir die Immigrationskarte aus und erhielten für 30,-- $ pro Person ein Visum für 30 Tage. Dann fuhren wir noch die verbleibenden ca. 10 Kilometer bis nach Houayxay, wo wir schnell ein gutes Guesthouse fanden.


Ausblick von unserem Guesthouse auf den Mekong

Mit Überqueren der Grenze nach Laos konnten wir ein kleines Jubiläum feiern, denn dies ist das 50. Land, das wir mit unseren Rädern bereisen.


27.10.2016  Houayxay – Ban Don Chai  69 km und 1084 Hm

Heute kamen wir erst um 6:30 Uhr los, da morgens eine meiner Sandalen fehlte. In diesen Ländern ist es üblich, beim Betreten eines Hauses die Schuhe auszuziehen und diese neben die anderen  zu stellen. Als wir los wollten stellte ich fest, dass nur noch eine Sandale da war. Wir und der Hausherr machten uns auf die Suche und nach wenigen Minuten kam er mit der 2. Sandale zurück. Ein Hund hatte sie in die nahe gelegene Schule verschleift.


Der vermutliche Übeltäter

So konnte es also losgehen. Schon nach kurzer Zeit bogen wir vom Mekong ab und näherten uns schnell den Bergen. Interessant war es für uns zu sehen, wie sich die Kinder zu Fuß, mit dem Rad oder Moped auf den Weg zur Schule machten. Sie winkten uns, ebenso wie viele Erwachsene, freundlich zu und riefen „Sabaidee“  Die Straße schlängelte sich in vielen Kehren durch eine traumhaft schöne Landschaft zum ersten Sattel empor. So steil es auf der einen Seite hinauf ging, ging es auf der anderen wieder abwärts. In den spärlich vorhandenen Siedlungen konnten wir uns zum Glück immer wieder mit frischen Getränken versorgen.

Es folgte der 2. längere Anstieg, der wiederum sehr viel Schweiß kostete, denn zwischenzeitlich zeigte das Thermometer in der Sonne 46°C an. Teils radelnd, teils schiebend mühten wir uns bergauf und waren froh, als auch der zweite lange Anstieg bewältigt war. In rasanter Abfahrt wurden die schwer erkämpften Höhenmeter wieder vernichtet doch die restliche Strecke bis Ban Don Chai war bald bewältigt und um 13:30 fanden wir unser angesteuertes Motel.


Frieda verteilt Litchis und die Kinder kommen von allen Seiten angerannt.

Leider war noch alles geschlossen. Aber unter dem Vordach des Motels konnten wir bequem im Schatten sitzen.


Unser Motel

Aber es geschah nichts. Auf Nachfrage bei den Nachbarn, die alle jedoch kein Englisch verstanden, sollten wir warten, da die Besitzer erst später kämen, oder weiter fahren. So verging Stunde um Stunde. Zwischenzeitlich hatten wir uns schon einen Platz zum Zelten ausgesucht. Wir fuhren zurück ins kleine Dorf um uns noch für den morgigen Tag mit Wasser und Essen einzudecken und um etwas zu essen. Aber außer Getränken und ein paar Keksen war nichts zu bekommen. So fuhren wir zurück und wollten gerade – zwischenzeitlich waren wir seit 4 Stunden hier – unser Zelt aufbauen, als die Besitzer doch noch erschienen. Schnell bezogen wir einen Raum und bekamen sogar noch Rühreier als Abendessen zubereitet.

Wieder einmal nahm alles doch noch ein gutes Ende.

Die laotische Gelassenheit, die von vielen so hervorgehoben wird, haben wir noch nicht ganz in uns aufgenommen. Aber wir sind ja auch erst den 2. Tag in Laos.


28.10.2016  Ban Don Chai – Vieng Phuoka  52,6 km und 882 Hm

Hatten wir tagsüber kaum Verkehr so machte sich dieser bei Nacht umso mehr bemerkbar. Hier führt die Hauptstrecke von China nach Thailand durch und wir hatten den Eindruck, dass die meisten bei Nacht mit lautem Getöse auf der Bergstrecke unterwegs waren. Mit ein paar  kleinen chinesischen Muffins und einem Glas Wasser im Bauch zogen wir los. Es ging gleich richtig zur Sache. Eine lang anhaltende Steigung bis 13% führte von 540 m Höhe auf 1070 m Höhe hinauf. Das Leben beginnt hier kurz vor Sonnenaufgang und spielt sich überwiegend neben der Straße ab. Erwachsene, Kinder, Ziegen, Kühe, Schweine, Hühner, Enten und Hunde tummeln sich auf oder neben der Straße.


Typisches Dorf in Laos. Man sieht kaum Häuser, die aus Stein gebaut sind.


Kiosk, meist gibt es nur Getränke und Süßigkeiten

Die dünn besiedelte Gegend war wunderschön und so wurden wir für unsere Anstrengungen immer wieder mit herrlichen Ausblicken belohnt. Einkaufsmöglichkeiten gab es fast nicht. Unterwegs trafen wir ein tschechisches und ein deutsches Radlerpaar. Erst nach 4 ½ Stunden fanden wir ein Kiosk der auch Speisen anbot.


Unser Mittagessen

Es gab Hühnchen mit Reis. Allerdings waren mehr Knochen als Fleisch auf dem Teller. Trotzdem war es gut, etwas in den Magen zu bekommen. Von hier bis zu unserem Tagesziel waren es dann nur noch wenige Kilometer. Bereits um 11:45 Uhr waren wir am Ziel und kamen in einem GH unter. 


29.10.2016 Vieng Phuoka – Nateuy  85,9 km und 842 Hm

Bei stark bewölktem Himmel und kühlen 20°C führte unsere Strecke lange Zeit mit einigem Auf und Ab durch verschiedene Flusstäler.

Aber anders als an den letzten Tagen waren bis auf eine Ausnahme alle Steigungen moderat und daher gut zu bewältigen. Es ging durch viele Siedlungen und die Kinder entdeckten uns meist schon von weitem und begrüßten uns mit einem freundlichen „Sabaidee“. In fast allen Orten gibt es mehrere Kioske aber alle bieten das gleiche an. Obwohl wir uns in einem Land befinden, das reich an Früchten ist, wird zumindest hier im Norden kaum Obst angeboten. Erstmals konnten wir heute mal wieder einige Bananen ergattern.


Frieda beim Eier kauf

Zum Mittagessen kauften wir 4 Eier und ließen uns Spiegeleier zubereiten.


Nudelsuppe gibt es morgens, mittags und abends. Auf die Fleischbeilage verzichten wir gerne.

Die Landschaft zeigte sich wieder in sattem Grün und viele waren auf den Feldern bei der Arbeit.


Chilis werden an der Straße getrocknet.

In Nateuy fanden wir Unterkunft in einem schönen chinesischen GH für 10,-- €.


Am Abend wurden wir vom Personal zum Abendessen eingeladen. Aus vielen Schüsseln durften wir probieren und es schmeckte ganz vorzüglich.

3. Reisebericht, der Mekong ist erreicht

 

23.10.2016 Chiang Dao – Tha Ton  110 km und 639 Hm

Früh wie immer starteten wir von unserer Unterkunft in die Bergwelt im hohen Norden Thailands. Zunächst ging es durch eine herrliche Landschaft mit zahlreichen Karstfelsen. Nach 2 Stunden fanden wir endlich eine Gelegenheit, um ein Frühstück einzunehmen.

Wir bestellten 2 Tassen Kaffee und dazu Eier. Durch Handbewegung gaben wir zu verstehen, dass wir Rühreier wollten. Gefragt wurden wir noch, ob wir den Kaffee mit Milch und Zucker wollten und wir beschränkten uns auf Milch.



Wir warteten längere Zeit, bis uns der Kaffee serviert wurde. Wir konnten es kaum fassen. In unserem Kaffee schwamm ein Ei. Andere Länder, andere Sitten. So haben wir erstmals Kaffee mit Ei genossen.

In vielen Kehren windet sich die Straße dann hinauf zu einem Pass mit Buddastatue.


Passhöhe erreicht

Landschaftlich war die Strecke ein Genuss. Nach der Passabfahrt wurde es wieder flacher mit vielen Reisanbaugebieten. Da wir seit unserem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, kauften wir an einem Stand Bananen. Frieda wollte 4 kaufen, aber das gab es nicht. Mindestabnahme waren 14 Stück zum Preis von 0,60 €. Die Bananen sind deutlich kleiner als wir es kennen, schmecken aber wesentlich fruchtiger.


Auch in kleinen Orten stehen herrliche Tempel

Gegen 15:30 Uhr trafen wir in unserer Unterkunft in Tha Ton ein. Leider funktionierte hier das zugesagte Internet nicht und so machten wir uns auf in ein Lokal zum Abendessen, wo es WiFi gab.

In Thailand gibt es in nahezu allen Unterkünften und in vielen Restaurants kostenfreies WLAN.

24.10.2016  Tha Ton – Chiang Rai  58,5 km und 616 Hm

Wie immer starteten wir sehr früh und fuhren neben dem Mae Kok im Morgennebel. Wir kamen gut voran und hatten nach einer Stunde 16 km zurückgelegt.

Die  zuerst noch geteerte Strecke ging dann in eine Sandpiste über. Permanent waren kurze aber sehr steile Anstiege und ebenso steile Abfahrten zu bewältigen. So schafften wir in der 2. Stunde gerade noch 8 Kilometer.

Nach ca. 2 Stunden erreichten wir einen kleinen Ort mit einem noch kleineren Laden und deckten uns mit Wasser ein. Danach gab für lange Zeit keine Einkaufsmöglichkeiten mehr. In der 3. Stunde gelangen uns nur noch 5 Kilometer, da die Anstiege bis zu 25% Steigung aufwiesen und wir fast nur noch schiebend vorankamen.

Nun setzte auch noch ein Gewitter ein und es goss wie aus Kübeln. Weitab von jeglicher Zivilisation standen wir in dschungelartiger Landschaft und schützten uns mit einer Plane vor dem Unwetter.

Als das Gewitter nachließ machten wir uns wieder auf den Weiterweg. In einer Stunde schafften wir einen Kilometer, da sich die Reifen in der nun aufgeweichten Sandpiste kaum noch bewegen ließen.

Die Anstiege mussten wir jeweils zweimal überwinden, da wir Rad für Rad zu zweit schiebend nach oben transportieren und dabei immer wieder abrutschten.

Die Räder blockierten total. Mit Stecken versuchten wir den Dreck immer wieder zu entfernen.


Rettung naht

Fast verzweifelt von der Schinderei hörten wir ein Fahrzeug und hielten es an. 2 junge Männer hatten ein Einsehen und luden uns und unsere Räder auf einen Pickup. So konnten wir die nächsten 11 Kilometer, für die wir auch mit dem Auto noch 40 Minuten benötigten, zurücklegen. An einer Brücke ließen sie uns aussteigen, denn auf der anderen Flussseite ging es auf einem Teersträßchen mit nur noch wenigen Steigungen weiter.

An einem Elefantencamp konnten wir uns wieder mit Getränken eindecken und danach rollten wir zu einer Tankstelle, wo wir uns, unser Gepäck und unsere Räder vom größten Dreck befreiten. Bald darauf erreichten wir Chiang Rai (70000 Ew.) und fuhren zu unserer Unterkunft. Unser Hausherr fuhr uns dann noch zum weißen Tempel und nach der Besichtigung wieder zurück.

Wir belohnten uns noch mit einer großen Pizza und einem Bier und legten uns früh wie immer schlafen.      

25.10.2016  Chiang Rai – Chiang Saen  92, 8 km und 290 Hm

Inzwischen ist unser Tagesablauf wieder Routine. Aufstehen um 5:20 Uhr, waschen, frühstücken und Räder bepacken und Abfahrt mit dem ersten Tageslicht um 6:10 Uhr. Der Himmel ist meist stark bewölkt oder es ist neblig, wenn wir starten. Zum Frühstück gibt es meist ein paar Kekse und dazu Wasser. Unterwegs legen wir regelmäßige Trinkpausen ein, denn sobald die Sonne durchkommt, wird es sehr heiß. Schon am Vormittag bilden sich Gewitterwolken und wenn man in solch ein Gewitter kommt bleibt nichts mehr trocken.

Heute ging es meist auf ruhigen Nebenstraßen nach Chiang Saen, das wir nach 60 Kilometern um 10 Uhr erreichten. Hier bekamen wir auch erstmals den mächtigen Mekong zu Gesicht.

Schnell war eine Bleibe für die Nacht gefunden und noch am Vormittag machten wir uns zum Goldenen Dreieck, der Grenze zwischen Thailand, Laos und Myanmar, auf. Auf der Rückfahrt wurden wir noch von einem Tropenregen überrascht, konnten uns aber gerade noch in ein Ausflugslokal retten. Danach war noch Wäsche waschen angesagt aber sie trocknete nicht.


Unser Guesthouse in Chiang Saen